Gesundheiter

Stille Meditation

Mit drei Worten können wir umschreiben, was die Glückseligkeit fördert: „In Stille meditieren“. Die Meditation ist das Sahnehäubchen der seelischen Gesundheit, denn sie verhilft, das natürliche Einheitsbewusstsein zu vertiefen, bei dem der jetzige Moment im Vordergrund steht. Beim Meditieren wird nichts erwartet, denn es gibt nichts zu erreichen. Beim Meditieren geht es zunächst darum, die überflüssigen Gedanken zu beobachten, die durch den Kopf gehen (Mind Wandering), ohne sich in das Gedankenkarussell zu verstricken, und beim Meditieren geht es zu guter Letzt darum, Lebenskraft aus der Stille zu schöpfen, die in der eigenen Mitte ruht.

Wenn der Wind nicht weht, herrscht Windstille, und wenn der Geist nicht in der Weltgeschichte umherwandert, herrscht Geistesstille, die wir schon vor unserer Geburt im warmen Mutterleib empfanden. Die Meditation ist ein wirksames Mittel, um den grübelnden Verstand zunehmend zu besänftigen und die Kunst des Lebens zu erlernen. Das wahre Leben bedarf keiner geistigen Anstrengung, es ist uns näher als der nächste Atemzug, und durch die regelmäßige meditative Praxis können wir die psychologische Zeit (Vergangenheit und Zukunft) loslassen, um den ursprünglichen inneren Frieden zu finden und uns selbst ein schattenloses Licht zu sein.

Der Psychologe Ulrich Ott beschreibt es im Buch Meditation für Skeptiker wie folgt: Diese Art der Beschäftigung mit den eigenen Gedanken soll Ihnen die Denktätigkeit als solche bewusster machen und dient zugleich der Einsicht in die Tatsache, dass Sie mehr sind als ihre Gedanken. Wenn Sie Meditation praktizieren, um Selbsterkenntnis zu erlangen, lautet die Königsfrage letztendlich: »Wer bin ich?« Die Beantwortung dieser Frage in der Meditation erfordert keinen Denkprozess, sondern einen fundamentalen Wechsel in der Wahrnehmung in einen Modus der Anschauung, der als Selbstwesensschau, Erwachen oder Erleuchtung bezeichnet wird.